Grünes Licht gab die Stadt Paderborn für die Errichtung eines neuen Lehrbienenstandes des Imkervereins. Er wird unter einem kleinen Eichenbestand mit Zugang vom „Auf dem Samtfelde“ aus entstehen. Die ersten Handgriffe auf dem Gelände des neuen Lehrbienenstandes sind getan. Ein Zaun soll das Grundstück sichern. Auch Bienenstände sind vor Vandalismus und Diebstahl leider nicht gefeit und müssen geschützt werden.

Die wichtigste Aufgabe eines Lehrbienenstandes besteht darin, Ort für Schulung, Weiterbildung und Treffpunkt für Neu- und Altimker zu sein. Selbstverständlich stehen dort auch Bienenvölker, insbesondere die einiger Jugendlicher, die zuhause keine Möglichkeit der Aufstellung haben.

Die zentrale Lage wird den Elsener und Neuhäuser Schulen eine originäre Begegnung mit der „Biene“ ermöglichen – Lehrstoff des 8. Schuljahrs – und auch den Kindergärten dürfte der leicht erreichbare Lehrbienenstand eine willkommene Hilfe in ihrer pädagogischen Arbeit sein.

Die Jugendabteilung hebt nach Schottland ab

Die dritte Reise der Jugendabteilung führt 2007 nach Schottland. Neben den Begegnungen mit schottischen Jugendlichen und Imkern stehen mancherlei Besichtigungen, Ausflüge, Erkundungen, Freizeitgestaltungen wie Sport und Spiel auf dem Programm. Die wichtigste Erkenntnis dieser Reise liegt darin, dass dieses Land unter einem dramatischen Rückgang der Honigbiene zu leiden hat. Zwei Gründe nennt Charles E. Irwin, Vorsitzender der Glasgow District Beekeepers Association, für diese Entwicklung: 1. Seit 1997 hat sich die Plage des „Varroa destructors“ auch in Schottland ausgebreitet. 2. Das zunächst in amerikanischen Ländern festgestellte mysteriöse Bienensterben sei auch in Schottland aufgetreten. Bezeichnenderweise nennen die schottischen Bienenfachleute dieses Phänomen „Maryceleste hive“. Das Segelschiff „Mary Celeste“ wurde 1872 in guter Verfassung im Atlantik gesichtet. Jedoch fehlte von Kapitän Briggs und seiner siebenköpfigen Besatzung jede Spur. Sie wurden nie wieder gesehen. Wie die Seefachwelt vor einem Rätsel steht, stehen nicht nur die schottischen Imker vor einem ungelösten Problem. Die Marycelestebeuten enthalten zwar noch die Waben mit Pollen und Futtervorräten, dennoch ist nicht eine Biene weder lebend noch tot zu sehen. Selbst der Bienentod kann nicht festgestellt werden. Folglich müsste von einem Bienenverschwinden und nicht von einem Bienensterben die Rede sein.

Imkerglück

Was des einen Leid ist des anderen Freud. Besonders erfreut war die dreizehnjährige Jungimkerin Sarah Keßler. Sie verstand es, einen Bienenschwarm wie geschult und fachlich einwandfrei zu fangen. Die Herkunft des Schwarms war nicht feststellbar. Ganz legal ist sie damit Eigentümerin eines zusätzlichen Bienenvolkes geworden.

Sarah Keßler schlägt ihren Bienenschwarm aus dem Fangkorb in den Bienenkasten ein